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Der Bauboom ist vorerst Vergangenheit

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Bauboom findet aktuell ein abruptes Ende
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Der Bauboom der letzten Jahre ist zu einem abrupten Ende gekommen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von hohen Bauzinsen bis hin zu höheren Materialkosten. Schon jetzt werden zahlreiche Bauprojekte verschoben oder komplett abgesagt.

Die Situation am Immobilienmarkt hat sich drastisch verändert: War es bis vor kurzem noch bei vergleichsweise geringen Kosten möglich, zu bauen, so sind die Kosten vielerorts wegen steigender Zinsen und teurere Materialien spürbar angestiegen. Wohnungen in Ballungszentren gewinnen deutlich langsamer an Wert, im ländlichen Raum steigen die Preise aber ungebrochen an.

Viele Faktoren fließen in die Beendigung des Baubooms ein und so bleibt der Wohnungsmangel auch mittelfristig ein gesellschaftlich relevantes Streitthema.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Wandel der Immobilienbranche und dem Ende des Baubooms.

Der Bauboom gehört der Vergangenheit an

In Deutschland wird deutlich weniger gebaut als bisher. Es entstehen immer weniger neue Wohnungen und auch Unternehmen verschieben Bauvorhaben oder legen sie komplett auf Eis. Als Gründe werden unter anderem gestörte Lieferketten, steigende Zinsen, geringere Baugenehmigungen und extrem hohe Baukosten genannt, die eine Planung von Neubauten unmöglich machten. Diese Entwicklung könnte einen Verlust von 50.000-75.000 neuen Wohnungen bedeuten, die dringend benötigt würden, um das Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen auch nur ansatzweise erreichen zu können.

Langsamere Preisentwicklung in Ballungszentren

Der Bauboom der letzten Jahre in den Ballungszentren hat sich merklich abgekühlt. Aktuell sind die Preise für Eigentumswohnungen um 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit ist der Anstieg nur noch halb so hoch wie im vergangenen Jahr. Angesichts einer Inflation von 7,6 % sind Eigentumswohnungen somit aktuell leicht günstiger als vergangenes Jahr zu haben. Im Vergleich mit den Entwicklungszahlen der letzten fünf Jahre ist ebenfalls ein Rückgang festzustellen. Hier lag die Preisentwicklung bei durchschnittlich 9,3 %. In den kreisfreien Städten ist zudem nur noch ein Preisanstieg von 6 % in diesem Jahr im Vergleich zu 14,4 % im Vorjahr festzustellen. Hier liegt der Fünfjahresdurchschnitt bei 10,4 %.

Deutlich geringere Veränderungen im ländlichen Raum

In ländlichen Regionen liegt die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen bei einem Anstieg von 9,4 %. Das ist in etwa der Wert des Vorjahres. Bei der Untersuchung wird allerdings auf die Angebotspreise geschaut, nicht aber auf die tatsächlich erzielten Preise. Dennoch zeigen die mehrere tausend Angebote umfassenden Untersuchungen einen klaren Abwärtstrend bei den Immobilienpreisen. Bei einer sinkenden Nachfrage von 36 % (Immoscout 24) hat das einen erheblichen Einfluss auf das Bauverhalten hierzulande.

Bauzinsen sind extrem angestiegen

In den vergangenen Monaten ist ein massiver Anstieg der Bauzinsen festzustellen. Diese liegen bereits dreimal so hoch wie zuvor. Dies ist vor allem auf die Zinswende der EZB zurückzuführen, die zu einer erheblichen Verlangsamung der Preisanstiege im Immobiliensektor geführt hat. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Bauprojekte. Allerdings lässt sich nicht abschließend sagen, ob die Immobilienpreise stagnieren oder tatsächlich fallen werden. Ähnliches gilt für die Mieten. Auch hier steigen die Mietpreise deutlich langsamer an als in den vergangenen fünf Jahren

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